Ende des Eisbach-Surfens?

Vielleicht ist München bald kein Surferparadies mehr: Der Parkchef des Englischen Gartens, Thomas Köster, fordert, die Eisbach-Welle zu begradigen. Nachdem in diesem Sommer ein australischer Tourist im Eisbach ertrunken war, müsse sich etwas ändern.

Köster sagte in der SZ: "Die Welle im Eisbach ist eine Gefahr, die Stadt hat das erkannt und es muss endlich etwas geschehen."

Eisbach

Den Surfern soll eine Alternative an der Wittelsbacherbrücke geschaffen werden. Derzeit kann dort nur bei Hochwasser gesurft werden, man könne dies jedoch durch Einbauten ändern.

Foto: Matthias Kern / München Wiki

Kommentare

Flow am So., 16.09.2007 - 11:33

Wie viele Surfer sind denn schon im Eisbach gestorben??? Soviel ich weiss: keiner. Dieses Auf-Medien-Reagieren (bzw. dies als Ausrede zu nutzen...
Dadurch würde München um eine Attraktion ärmer. Und der Stormrider Guide müsste umgeschrieben werden. Und wer will das schon??

Es wäre aber eine gute Idee, die Eisbachwelle UND die Wittelsbacherbrücke zu haben.

lied8 am So., 16.09.2007 - 14:04

Das ist mal wieder typisch,

Wenn man von etwas keinen direkten Bezug hat, dann ist es auch leicht zu entbehren. Schon die Aussage Herr Kösters: "Wir haben mittlerweile genug Touristen im Englischen Garten. Wir sind auf die Surfer nicht mehr angewiesen" klingt nach Blutsauger. Erst dankend ausnützen und dann undankbar fallen lassen. Menschlich eine Schande. Wo bleibt das Gefühl für's Leben.

Wenn es heißt das etwas am Eisbach passiert ist, dann ist es auch immer gleich die Welle und die Surfer. Das ein Bach in München um einiges länger sein kann als 50m ist scheinbar schwer zu verstehen.

Und: "Der ständige Ärger mit den Surfern" - Was soll das denn !?!?!? Keiner der Surfer hat irgendwas mit Herrn Köster zu tun. Es wird nicht angerufen. Es wird um nichts gebeten. Was für ein Ärger? Wie wäre es mit etwas etwas mehr Recherche und Aufklärung der Leute. Was sollen die Leute auch denken wenn vom toten Australier die Rede ist und dazu ein Surfer abgebildet wird. Langsam werden alle übertrieben geglaubten Zukunftsvisionen Wirklichkeit.

Also bitte liebe Presse. Achtet besser auf die Bildauswahl und geht etwas gewissenhafter mit Eurer Macht um.

Ich geh jetzt surfen...solange es noch geht!

PS: Es ist noch keiner wegen der Surfwelle ertrunken - ganz recht!

monaco am So., 16.09.2007 - 15:08

Scheiss Presse! Hier wird mangels anderer Meldungen wieder etwas thematisiert, was schon jedem einzelnen überlassen werden sollte: Es wird niemand gezwungen im Eisbach zu surfen. Es besteht auch keine Aufsichtspflicht seitens Herrn Kösters. Er ist rechtlich eigentlich durch das bestehende Badeverbot aus dem Schneider. Warum kann man die bestehende Regelung (Duldung des Surfens) nicht einfach so belassen? Warum mischt sich die Presse hier so massiv ein?

Gut, ein Tourist ist ertrunken. Nasatürlich tragisch. Aber mit den gleichen Argumenten müsste man auch das Bergsteigen, Autofahren odr Schwimmen im Meer verbieten. Ist auch alles potentiell sehr gefährlich.

Wo bleibt die vielbeschwörene "Liberalitas bavariae"? Immer mehr Staat. Echt zum kotzen...

Dr.Sno* am So., 16.09.2007 - 20:09

Von allen Spots in München ist die Wittelsbacherbrücke wohl der gefährlichste. Selbst wenn endlich endlich endlich die TUBE6 kommt, wird der Platz meiner Ansicht nach durch die rechte Wand und die grössere Tiefe anspruchsvoller sein als die Flosslände, oder eben der Eisbach. Die Logik des angeblichen Surfverbotes erschliesst sich mir also noch weniger als das Blabla zur Einführung von Plastikkrügen zur Wiesn.

Apropos, sollte man dann nicht auch die Abschaffung der Wiesn fordern? Die soll für manche Touristen ja auch ganz schön gefährlich sein...

mapaed am So., 16.09.2007 - 22:07

Moin moin,

da will sich wohl jemand (aka Herr Köster) über ein populäres Thema profilieren ... "Eisbach-Welle-Surfen ist gefährlich" ...

Aber wieso?
Hat da jemand Angst um seinen Job und will mit dem "Surf-Verbot" Punkte bei seinen Vorgesetzten sammeln?

Um von anderen "Problemen" abzulenken?
Will da "jemand" Entscheidungsstärke beweissen?

Sorry ... so geht's nicht ...

Die Eisbach-Surfer für die Badeunfälle im Eisbach verantwortlich zu machen ... no way!

Die Erwähnung dass es Eisbachsurfer gibt ... da sag ich "faszinierend" dazu ...
Aber wo ist der Zusammenhang zwischen "an der Eisbachwelle kann man surfen" mit "im Eisbach kann man reinspringen und sich bis zur Tivolibrücke treiben lassen?"

Da gibts keinen. Punkt.

Und als meine Botschaft an Herrn Köster:
Auch wenn Sie die "Eisbachwelle" der Surfer baulich entfernen ... dann werden Sie die "Eisbachschwimmer" damit nicht verhindern können.

Aber da wirklich die Sicherheit zu erhöhen ...

Darum gehts Ihnen doch auch nicht wirklich?
Oder?

PR-Tussi am So., 16.09.2007 - 22:14

Schon mal daran gedacht dem PR-Stunt von Herrn Köster mal prophylaktisch das eine oder andere entgegenzusetzen?

Ne schöne Domain sollte noch frei sein ...

Und mit einer mit Inhalten gefüllten Domain tun sich die Journalisten deutlich einfacher ...

Es gibt ja genug Argumente in dieser Diskussion ...
An die wahrscheinlich manche potentiellen Beteiligte noch gar nicht gedacht haben ...

Kisses

Gomorrha am Mo., 17.09.2007 - 21:47

„Eisbach Welle wird platt gemacht" titelt das Abendblatt am 15/9.

Innen gehts munter so weiter "ausg'surft is" ... "Wagemutige gehen ein grosses Risiko ein und geben ein schlechtes Vorbild ab" ... "die Nakerten sind eine größere Attraktion " ... "Rampen-Konstruktion ist das Hauptproblem" ... "die Welle muss weg" sagt Herr Köster von der Verwaltung des engl. Gartens.

Das Revolverblatt unterstellt in grottenschlechtem Journalismus einen -nicht vorhandenen- direkten Zusammenhang zwischen Rampe, Surfen und den tragischen Unfällen am Bach- die jeweils Kilometer entfernt von der Welle betrunkenen Badenden zugestossen sind.

Fakt ist, dass es an der Welle weniger Unfälle gibt als etwa auf dem Rasen der Allianz Arena - von Ski-Pisten, Radwegen, Bierzelten ganz zu schweigen.

Fakt ist auch, dass die Beschleunigungswirkung der Rampe an der Welle nur 50 Zentimeter vorhält somit nicht Ursache der Unfälle am Wehr neben dem Chinesischen Turm sein kann.

Fakt ist weiter, dass am Eisbach seit den 70er Jahren gesurft wird und dass Unfallprävention unter Surfern am Bach gelebte Praxis ist, so werden Anfänger, die der Welle sportlich nicht gewachsen scheinen, am surfen gehindert.

Aus dem Zuspruch den wir Surfer von den Münchnern bekommen, mindestens 8 von 10 Münchner Wählern mit denen ich über Eisbach surfen rede äußern sich positiv, schließe ich, dass die Münchner stolz auf ihre Welle und ihre Surfer sind und bleiben möchten. Die zahlreichen Zuschauer signalisieren dies ebenfalls.

Eisbach-Surfen ist ein ökologischer Sport an einer natürlichen Stelle, sauber, lärm- und emissionsfrei. Niemand wird belästigt, keiner beschwert sich – abgesehen von Herrn Köster.

München hat ein offizielles Sport-Aktionsprogramm: „Für die Förderung von Trendsportarten wird die Zusammenarbeit mit Partnern ausgebaut“. Herr Köster möchte die Aufsicht über die Welle abgeben: Hier könnte die Interessenvertretung Grossstadtsurfer sich voll einbringen, denn wer versteht mehr davon und ist öfter, länger, aktiver an der Welle als die Surfer ? Könnte die Aufsicht über die Eisbach-Welle von der Schlossverwaltung zur Stadt übergehen, die dann Ihrerseits den Grossstadtsurfer e.V. als kompetenten Partner im Trendsport Surfen mit der Aufsicht beauftragen könnte ?

München möchte sich um Olympia bewerben. Welche dissonantes Signal wäre da das Plätten der weltbekannten Welle – negative Ausstrahlung in die seelenverwandte Snowboard-Szene wäre garantiert. Das Echo reichte bis nach Kanada (Riversurfer Association) und Australien, (Stormrider guide), wo die Münchner Welle als Ursprung des Flusssurfens grosse Beachtung findet.

Herr Köster sieht laut Abendzeitung „die Nakerten als größere Attraktion gegenüber den Surfern ?“. Ist die Münchner Politik denn auch der Meinung, nackte Titten streuen ein besseres Image für die Stadt als surfende Sportler? Will München sich lieber nackt oder sportlich präsentieren, gegenüber Touristen und Investoren aus jugendaffinen Branchen wie Software, Hightech, Film ? Ist ein Mann der so was denkt und laut in der Presse sagt, als Verwalter des weltbekannten Parks im Herzen Bayerns noch tragbar ?

Ich bitte Sie, ein „Plattmachen der Eisbach-Welle“ und die Beerdigung eines etablierten Münchner Trendsports zu verhindern, bevor es zu spät ist.

Ich bitte Sie zudem, die Möglichkeit des kommerziellen Isar-Surfens (Dreamwave) wohlwollend zu prüfen, dies aber in Ergänzung, nicht Ersatz der kostenlosen (!) Eisbach-Welle.

Rheinschwimmen… am Sa., 03.01.2009 - 21:28

Viele aktive Surfer (gute und sichere Surfen) auf dem Eisbach an der Prinzregentenstraße gehen sofort zu Ende! Und dann andere Ersatz-Surfanlage als Sportstätte zu bauen. Surfer müssen andere Surfstätte nähe Campingplatz in München