Weihnachtliche Stimmung in der Schrannenhalle
Vor gut drei Monaten wurde die neue Schrannenhalle am Rande des Viktualienmarktes feierlich eröffnet. Da sowohl das Gebäude als auch das Gesamtkonzept der Schranne nicht unumstritten sind, ist vielleicht der richtige Zeitpunkt, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. (Infos und eine Bildergalerie zur Schrannenhalle gibt es im München Wiki).
Pünktlich zur "staaden Zeit" ist die ganze Halle in rötliche Weihnachtsatmosphäre getaucht, kaum eine Ecke kommt ohne glitzerbeladene Christbäume aus. Alles schön und gut, nur was haben die rätselhaften rosa Gartenzwerge zu bedeuten, die überall herumstehen? Eine merkwürdige Wesensverwandschaft der pinkfarbenen Plastikmonster zu den grausligsten Exemplaren der Münchner Löwenparade kommt dem Betrachter da in den Sinn.
Die Mischung aus Tradition, Kommerz und buntem Markttreiben mag zwar nicht jedermanns Geschmack entsprechen, dennoch kann von einem nachlassenden Interesse der Münchner noch keine Rede sein: Auch unter der Woche ist die Halle gut gefüllt und am Abend ist es schwer einen Platz zu ergattern.
Die Frage ist wohl, ob sich diese Begeisterung langfristig hält oder ob die Schrannenhalle momentan doch noch sehr vom Reiz des Neuen zehren kann?
Vorsicht, der Schein trügt: So leer wie auf dem Bild findet man das Cooperativa nur vor, wenn es gerade aufgesperrt wurde. Das passiert täglich um 17 Uhr, danach dauert es meist nicht allzu lange, bis sich das kleine Lokal mit Gästen füllt und spätestens ab acht wird's dann eng mit den Plätzen.
Ein Vollrausch und Essen bis zum Platzen des Bauches für eine Hand voll Euro. Das Paradies? Urlaub in Thailand? Nein, die Ein-Euro-Wochen der
Die Engelsburg musste vor einigen Wochen schließen. Damit hat die Türkenstraße eines ihrer Traditionslokale verloren. Der Alte Simpl, das Charivari, das Café Puck und der Türkenhof, der vergangenen Sommer wegen des wilden Treibens auf seinem Büroschreibtisch die Boulevard-Zeitungen füllte, sind immer noch da, wo sie schon immer waren.
"Mist! Ein winziges Stück des Schweinebratens hat sich in meinem Schneidezahn verheddert. Seit endlosen Minuten versuche ich nun schon, es mit der Zunge zu lösen. Keine Chance! Auch die Zuhilfenahme des rechten Zeigefingers bringt nichts. Oder ein Ausspülen mit einem kräftigen Schluck Bier - nichts zu machen. Und wie werde ich den Biergeschmack wieder los, ehe ich mich mit meinen Freunden treffe?"
Wer ein Handy neuerer Generation sein Eigen nennt und derzeit im Tal spaziert, kann sein blaues Wunder erleben. Die Fastfood-Kette
Einmal losgelassen, nimmt das Tablett seinen unaufhaltsamen Lauf auf dem Förderband. Die Reste des Kartoffelpürees, des wässrigen Gurkensalates entfernen sich immer weiter von deinem Magen.
Und jetzt? Die merkwürdige Speisenzubereitung wird zur umweltfreundlichen Energiegewinnung genutzt. Oder sie wird Schweinen zum Fraße vorgeworfen. Wenn die Tiere geschlachtet werden, kann es also passieren, dass beim nächsten Mensagang dein Schnitzel auf dem Plastiktablett aus deinem nicht aufgegessenen Kartoffelpüree und Gurkensalat besteht. Guten Appetit!
Denke ich an Pizza und Pasta in München, dann fällt mir spontan die zweite Folge vom Monaco Franze ein. In der "Italienischen Angelegenheit" macht Herr Münchinger gewaltig Überstunden, denn er ist der Mafia auf den Fersen. Gleich mehrere italienische Lokale muss er jeden Abend observieren - und er wäre nicht der Monaco, würde es ihm nicht gelingen, seine Nachtarbeit mit netten Damenbekanntschaften in Einklang zu bringen (die dann auch mal an seiner Dienstwaffe fühlen dürfen.)