NoBagida-Demonstration in München

"Menschenrechte - keine rechten Menschen!"

20 000 Menschen demonstrieren am Sendlinger Tor gegen den Aufmarsch der Bagida-Aktivisten. München ist bunt - und wird bunt bleiben!
(Foto: MünchenBlogger)
(Foto: MünchenBlogger)

Ihre Parolen gingen unter in Gelächter, im Pfeifkonzert, in den lauten Buh-Rufen. Am Montagabend haben die Münchner wieder eindrucksvoll gezeigt, was sie von Bagida, Intoleranz und Fremdenhass halten: gar nichts.

Etwa 20.000 Bewohner kamen zum Sendlinger Tor, um ein Zeichen zu setzen. Sie hielten Schilder hoch, auf denen stand: "Gegen die Idiotisierung des Abendlandes", "München ist bunt" oder "Menschenrechte, keine rechten Menschen!"

Impressionen gibt es in unserer Bildergalerie

Auf der Bühne spielten die Biermösl Blosn Stanzl, Moop Mama sangen ein Lied - und am Ende stimmten zahlreiche Musiker zusammen ein: "Weida miteinand". Politiker und Aktivisten riefen für Toleranz auf. Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte: "Wir stehen hier, weil wir das Feld nicht denen überlassen wollen, die versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten."

Abgeschirmt von einem Absperrgitter und von Polizisten standen auf der anderen Seite des Sendlinger-Tor-Platzes 1500 Bagida-Anhänger. Besonders unappetitlich: Dem Bagida-Zug schlossen sich zahlreiche bekannte Neonazis an, es soll unter anderem Andre E., Angeklagter im NSU-Prozess, dabei gewesen sein.

Die Islamgegner blieben jedoch sehr deutlich in der Minderheit. Die Münchner riefen den Bagida-Demonstranten lautstark entgegen: "Nazis raus!", "Haut ab!" oder "Ihr könnt nach Hause gehen!"

Zum dritten Mal haben die Münchner gezeigt: So etwas wie Pegida wollen sie in ihrer Stadt nicht haben.

Bildergalerie:

NoBagida-Demonstration

20.000 Menschen demonstrieren am Sendlinger Tor gegen den Aufmarsch der Bagida-Aktivisten. München ist bunt - und wird es bleiben!
(Fotos: MünchenBlogger, 12.01.2015)

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